Quelle
Zur Elektrodynamik bewegter Körper
Bern, Juni 1905.
Annalen der Physik (4) 17, 891–921 (1905).
[p. 892]I. Kinematischer Teil.
[p. 905]§ 5. Additionstheorem der Geschwindigkeiten.
[p. 905]In dem längs der -Achse des Systems mit der Geschwindigkeit bewegten System bewege sich ein Punkt gemäß den Gleichungen:Position in the moving systemVelocity along x, moving systemTime in the moving systemPosition in the moving systemVelocity along y, moving systemPosition in the moving systemExplain this equation wobei und Konstanten bedeuten.
Explained in The denominator changes as well
[pp. 905–906]Gesucht ist die Bewegung des Punktes relativ zum System . Führt man in die Bewegungsgleichungen des Punktes mit Hilfe der in § 3 entwickelten Transformationsgleichungen die Größen , , , ein, so erhält man:Position in the stationary systemVelocity along x, moving systemSpeed of the moving systemSpeed of lightTime in the stationary systemPosition in the stationary systemVelocity along y, moving systemPosition in the stationary systemExplain this equation Das Gesetz vom Parallelogramm der Geschwindigkeiten gilt also nach unserer Theorie nur in erster Annäherung. Wir setzen:Composed velocity (stationary system)Position in the stationary systemTime in the stationary systemPosition in the stationary systemVelocity in the moving frameVelocity along x, moving systemVelocity along y, moving systemExplain this equation undVelocity direction angle: alphaVelocity along y, moving systemVelocity along x, moving systemExplain this equationSo printed. Read: α = arctg (w_η / w_ξ). The display just above defines the point's velocity components in the system k as w_ξ and w_η (ξ = w_ξ τ, η = w_η τ), and the next sentence names α the angle between the velocities v and w. The record in the correction log ist dann als der Winkel zwischen den Geschwindigkeiten und anzusehen. Nach einfacher Rechnung ergibt sich:Composed velocity (stationary system)Speed of the moving systemVelocity in the moving frameVelocity direction angle: alphaSpeed of lightExplain this equation Es ist bemerkenswert, daß und in symmetrischer Weise in den Ausdruck für die resultierende Geschwindigkeit eingehen. Hat auch die Richtung der -Achse (-Achse), so erhalten wir:Composed velocity (stationary system)Speed of the moving systemVelocity in the moving frameSpeed of lightExplain this equation Aus dieser Gleichung folgt, daß aus der Zusammensetzung zweier Geschwindigkeiten, welche kleiner sind als , stets eine Geschwindigkeit kleiner als resultiert. Setzt man nämlich , , wobei und positiv und kleiner als seien, so ist:Composed velocity (stationary system)Speed of lightSpeed deficit from light speed: kappa, lambdaSpeed deficit from light speed: kappa, lambdaExplain this equation
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[pp. 906–907]Es folgt ferner, daß die Lichtgeschwindigkeit durch Zusammensetzung mit einer „Unterlichtgeschwindigkeit“ nicht geändert werden kann. Man erhält für diesen Fall:Composed velocity (stationary system)Speed of lightVelocity in the moving frameExplain this equation Wir hätten die Formel für für den Fall, daß und gleiche Richtung besitzen, auch durch Zusammensetzen zweier Transformationen gemäß § 3 erhalten können. Führen wir neben den in § 3 figurierenden Systemen und noch ein drittes, zu in Parallelbewegung begriffenes Koordinatensystem ein, dessen Anfangspunkt sich auf der -Achse mit der Geschwindigkeit bewegt, so erhalten wir zwischen den Größen , , , und den entsprechenden Größen von Gleichungen, welche sich von den in § 3 gefundenen nur dadurch unterscheiden, daß an Stelle von „“ die GrößeSpeed of the moving systemVelocity in the moving frameSpeed of lightExplain this equation tritt; man sieht daraus, daß solche Paralleltransformationen — wie dies sein muß — eine Gruppe bilden.
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[p. 907]Wir haben nun die für uns notwendigen Sätze der unseren zwei Prinzipien entsprechenden Kinematik hergeleitet und gehen dazu über, deren Anwendung in der Elektrodynamik zu zeigen.
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[p. 907]II. Eektrodynamischer Teil.
