Parallel edition
On a Heuristic Point of View Concerning the Generation and Transformation of Light
By A. Einstein · Annalen der Physik (4) 17, 132–148 (1905).
Deutsch
English
On a Heuristic Point of View Concerning the Generation and Transformation of Light
Deutsch
English
Deutsch
[p. 132]Zwischen den theoretischen Vorstellungen, welche sich die Physiker über die Gase und andere ponderable Körper gebildet haben, und der Maxwellschen Theorie der elektromagnetischen Prozesse im sogenannten leeren Raume besteht ein tiefgreifender formaler Unterschied. Während wir uns nämlich den Zustand eines Körpers durch die Lagen und Geschwindigkeiten einer zwar sehr großen, jedoch endlichen Anzahl von Atomen und Elektronen für vollkommen bestimmt ansehen, bedienen wir uns zur Bestimmung des elektromagnetischen Zustandes eines Raumes kontinuierlicher räumlicher Funktionen, so daß also eine endliche Anzahl von Größen nicht als genügend anzusehen ist zur vollständigen Festlegung des elektromagnetischen Zustandes eines Raumes. Nach der Maxwellschen Theorie ist bei allen rein elektromagnetischen Erscheinungen, also auch beim Licht, die Energie als kontinuierliche Raumfunktion aufzufassen, während die Energie eines ponderabeln Körpers nach der gegenwärtigen Auffassung der Physiker als eine über die Atome und Elektronen erstreckte Summe darzustellen ist. Die Energie eines ponderabeln Körpers kann nicht in beliebig viele, beliebig kleine Teile zerfallen, während sich die Energie eines von einer punktförmigen Lichtquelle ausgesandten Lichtstrahles nach der Maxwellschen Theorie (oder allgemeiner nach jeder Undulationstheorie) des Lichtes auf ein stets wachsendes Volumen sich kontinuierlich verteilt.
English
Between the theoretical conceptions that physicists have formed of gases and other ponderable bodies and Maxwell’s theory of electromagnetic processes in so-called empty space there is a profound formal difference. For while we regard the state of a body as completely determined by the positions and velocities of a very large, but nevertheless finite, number of atoms and electrons, we make use of continuous spatial functions to determine the electromagnetic state of a space, so that a finite number of quantities is thus not to be regarded as sufficient for the complete specification of the electromagnetic state of a space. According to Maxwell’s theory, in all purely electromagnetic phenomena, and so also in light, the energy is to be conceived as a continuous function of space, whereas the energy of a ponderable body, according to the present conception of physicists, is to be represented as a sum extended over the atoms and electrons. The energy of a ponderable body cannot break up into arbitrarily many, arbitrarily small parts, whereas the energy of a ray of light emitted from a point source of light, according to Maxwell’s theory (or, more generally, according to any undulatory theory) of light, distributes itself continuously over an ever-increasing volume.
Deutsch
[pp. 132–133]Die mit kontinuierlichen Raumfunktionen operierende Undulationstheorie des Lichtes hat sich zur Darstellung der rein optischen Phänomene vortrefflich bewährt und wird wohl nie durch eine andere Theorie ersetzt werden. Es ist jedoch im Auge zu behalten, daß sich die optischen Beobachtungen auf zeitliche Mittelwerte, nicht aber auf Momentanwerte beziehen, und es ist trotz der vollständigen Bestätigung der Theorie der Beugung, Reflexion, Brechung, Dispersion etc. durch das Experiment wohl denkbar, daß die mit kontinuierlichen Raumfunktionen operierende Theorie des Lichtes zu Widersprüchen mit der Erfahrung führt, wenn man sie auf die Erscheinungen der Lichterzeugung und Lichtverwandlung anwendet.
English
The undulatory theory of light, which operates with continuous functions of space, has proved itself excellently in the representation of purely optical phenomena and will probably never be replaced by another theory. It should be kept in mind, however, that optical observations refer to time averages and not to instantaneous values, and it is quite conceivable, despite the complete confirmation of the theory of diffraction, reflection, refraction, dispersion, etc. by experiment, that the theory of light that operates with continuous functions of space leads to contradictions with experience when it is applied to the phenomena of the generation and transformation of light.
Deutsch
[p. 133]Es scheint mir nun in der Tat, daß die Beobachtungen über die „schwarze Strahlung“, Photolumineszenz, die Erzeugung von Kathodenstrahlen durch ultraviolettes Licht und andere die Erzeugung bez. Verwandlung des Lichtes betreffende Erscheinungsgruppen besser verständlich erscheinen unter der Annahme, daß die Energie des Lichtes diskontinuierlich im Raume verteilt sei. Nach der hier ins Auge zu fassenden Annahme ist bei Ausbreitung eines von einem Punkte ausgehenden Lichtstrahles die Energie nicht kontinuierlich auf größer und größer werdende Räume verteilt, sondern es besteht dieselbe aus einer endlichen Zahl von in Raumpunkten lokalisierten Energiequanten, welche sich bewegen, ohne sich zu teilen und nur als Ganze absorbiert und erzeugt werden können.
English
It seems to me, in fact, that the observations of “black radiation”, photoluminescence, the production of cathode rays by ultraviolet light and other groups of phenomena concerning the generation or transformation of light appear more readily understandable on the assumption that the energy of light is distributed discontinuously in space. According to the assumption to be considered here, in the propagation of a ray of light issuing from a point the energy is not distributed continuously over ever larger spaces, but consists of a finite number of energy quanta localized at points in space, which move without dividing and can be absorbed and generated only as wholes.
Deutsch
[p. 133]Im folgenden will ich den Gedankengang mitteilen und die Tatsachen anführen, welche mich auf diesen Weg geführt haben, in der Hoffnung, daß der darzulegende Gesichtspunkt sich einigen Forschern bei ihren Untersuchungen als brauchbar erweisen möge.
English
In what follows I shall communicate the train of thought and cite the facts that led me onto this path, in the hope that the point of view to be set forth may prove useful to some investigators in their researches.
Deutsch
[p. 133]§ 1. Über eine die Theorie der „schwarzen Strahlung“ betreffende Schwierigkeit.
English
§ 1. On a difficulty concerning the theory of “black radiation”.
Deutsch
[pp. 133–134]Wir stellen uns zunächst auf den Standpunkt der Maxwellschen Theorie und Elektronentheorie und betrachten folgenden Fall. In einem von vollkommen reflektierenden Wänden eingeschlossenen Raumes befinde sich eine Anzahl Gasmoleküle und Elektronen, welche freibeweglich sind und aufeinander konservative Kräfte ausüben, wenn sie einander sehr nahe kommen, d. h. miteinander wie Gasmoleküle nach der kinetischen Gastheorie zusammenstoßen können.[1)] Eine Anzahl Elektronen sei ferner an voneinander weit entfernte Punkte des Raumes gekettet durch nach diesen Punkten gerichtete, den Elongationen proportionale Kräfte. Auch diese Elektronen sollen mit den freien Molekülen und Elektronen in konservative Wechselwirkung treten, wenn ihnen letztere sehr nahe kommen. Wir nennen die an Raumpunkte geketteten Elektronen „Resonatoren“; sie senden elektromagnetische Wellen bestimmter Periode aus und absorbieren solche.
English
We first take up the standpoint of Maxwell’s theory and the electron theory and consider the following case. In a space enclosed by perfectly reflecting walls, let there be a number of gas molecules and electrons that are free to move and exert conservative forces on one another when they come very close to one another, i.e., that can collide with one another like gas molecules according to the kinetic theory of gases.[1)] Further, let a number of electrons be bound to points of the space far apart from one another, by forces directed toward these points and proportional to the elongations. These electrons, too, are to enter into conservative interaction with the free molecules and electrons when the latter come very close to them. We call the electrons bound to points in space “resonators”; they emit and absorb electromagnetic waves of definite period.
Deutsch
[p. 134]Nach der gegenwärtigen Ansicht über die Entstehung des Lichtes müßte die Strahlung im betrachteten Raume, welche unter Zugrundelegung der Maxwellschen Theorie für den Fall des dynamischen Gleichgewichtes gefunden wird, mit der „schwarzen Strahlung“ identisch sein — wenigstens wenn Resonatoren aller in Betracht zu ziehenden Frequenzen als vorhanden angesehen werden.
English
According to the present view of the origin of light, the radiation in the space under consideration, which is found on the basis of Maxwell’s theory for the case of dynamic equilibrium, would have to be identical with the “black radiation” — at least if resonators of all frequencies that come into consideration are regarded as present.
Deutsch
[pp. 134–135]Wir sehen vorläufig von der von den Resonatoren emittierten und absorbierten Strahlung ab und fragen nach der der Wechselwirkung (den Zusammenstößen) von Molekülen und Elektronen entsprechenden Bedingung für das dynamische Gleichgewicht. Die kinetische Gastheorie liefert für letzteres die Bedingung, daß die mittlere lebendige Kraft eines Resonatorelektrons gleich der mittleren kinetischen Energie der fortschreitenden Bewegung eines Gasmoleküles sein muß. Zerlegen wir die Bewegung des Resonatorelektrons in drei aufeinander senkrechte Schwingungsbewegungen, so finden wir für den Mittelwert der Energie einer solchen geradlinigen SchwingungsbewegungMean resonator energyGas constantAvogadro's numberTemperature of the radiationExplain this equation wobei die absolute Gaskonstante, die Anzahl der „wirklichen Moleküle“ in einem Grammäquivalent und die absolute Temperatur bedeutet. Die Energie ist nämlich wegen der Gleichheit der zeitlichen Mittelwerte von kinetischer und potentieller Energie des Resonators mal so groß wie die lebendige Kraft eines freien, einatomigen Gasmoleküles. Würde nun durch irgend eine Ursache — in unserem Falle durch Strahlungsvorgänge — bewirkt, daß die Energie eines Resonators einen größeren oder kleineren zeitlichen Mittelwert als besitzt, so würden die Zusammenstöße mit den freien Elektronen und Molekülen zu einer im Mittel von Null verschiedenen Energieabgabe an das Gas bez. Energieaufnahme von dem Gas führen. Es ist also in dem von uns betrachteten Falle dynamisches Gleichgewicht nur dann möglich, wenn jeder Resonator die mittlere Energie besitzt.
English
For the time being we disregard the radiation emitted and absorbed by the resonators and ask for the condition for dynamic equilibrium that corresponds to the interaction (the collisions) of molecules and electrons. For the latter the kinetic theory of gases yields the condition that the mean vis viva of a resonator electron must be equal to the mean kinetic energy of the translational motion of a gas molecule. If we resolve the motion of the resonator electron into three mutually perpendicular oscillatory motions, we find for the mean value of the energy of one such rectilinear oscillatory motion Mean resonator energyGas constantAvogadro's numberTemperature of the radiationExplain this equation where denotes the absolute gas constant, the number of “real molecules” in one gram-equivalent and the absolute temperature. For, because the time averages of the kinetic and potential energy of the resonator are equal, the energy is times as large as the vis viva of a free, monatomic gas molecule. Now if some cause — in our case, radiation processes — were to bring it about that the energy of a resonator had a greater or smaller time average than , then the collisions with the free electrons and molecules would lead to a release of energy to the gas, or an uptake of energy from the gas, that differs from zero on average. Thus, in the case we are considering, dynamic equilibrium is possible only if every resonator has the mean energy .
Deutsch
[p. 135]Eine ähnliche Überlegung machen wir jetzt bezüglich der Wechselwirkung der Resonatoren und der im Raume vorhandenen Strahlung. Hr. Planck hat für diesen Fall die Bedingung des dynamischen Gleichgewichtes abgeleitet[1)] unter der Voraussetzung, daß die Strahlung als ein denkbar ungeordnetster Prozeß[2)] betrachtet werden kann. Er fand:Mean resonator energy at a given frequencySpeed of lightFrequency of the lightSpectral energy densityExplain this equation ist hierbei die mittlere Energie eines Resonators von der Eigenfrequenz (pro Schwingungskomponente), die Lichtgeschwindigkeit, die Frequenz und die Energie pro Volumeinheit desjenigen Teiles der Strahlung, dessen Schwingungszahl zwischen und liegt.
English
We now make a similar consideration regarding the interaction of the resonators and the radiation present in the space. Mr. Planck has derived the condition of dynamic equilibrium for this case[1)] on the supposition that the radiation can be regarded as the most disordered process conceivable.[2)] He found: Mean resonator energy at a given frequencySpeed of lightFrequency of the lightSpectral energy densityExplain this equation Here is the mean energy of a resonator of natural frequency (per component of oscillation), the velocity of light, the frequency and the energy per unit volume of that part of the radiation whose oscillation number lies between and .
Deutsch
[p. 136]Soll die Strahlungsenergie von der Frequenz nicht beständig im Ganzen weder vermindert noch vermehrt werden, so muß gelten:Gas constantAvogadro's numberTemperature of the radiationMean resonator energyMean resonator energy at a given frequencySpeed of lightFrequency of the lightSpectral energy densityExplain this equationSpectral energy densityGas constantAvogadro's numberFrequency of the lightSpeed of lightTemperature of the radiationExplain this equation Diese als Bedingung des dynamischen Gleichgewichtes gefundene Beziehung entbehrt nicht nur der Übereinstimmung mit der Erfahrung, sondern sie besagt auch, daß in unserem Bilde von einer bestimmten Energieverteilung zwischen Äther und Materie nicht die Rede sein kann. Je weiter nämlich der Schwingungszahlenbereich der Resonatoren gewählt wird, desto größer wird die Strahlungsenergie des Raumes, und wir erhalten in der GrenzeSpectral energy densityFrequency of the lightGas constantAvogadro's numberSpeed of lightTemperature of the radiationExplain this equation
English
If the radiation energy of frequency is not to be continually either diminished or increased as a whole, then the following must hold: Gas constantAvogadro's numberTemperature of the radiationMean resonator energyMean resonator energy at a given frequencySpeed of lightFrequency of the lightSpectral energy densityExplain this equation Spectral energy densityGas constantAvogadro's numberFrequency of the lightSpeed of lightTemperature of the radiationExplain this equation This relation, found as the condition of dynamic equilibrium, not only lacks agreement with experience, but it also says that in our picture there can be no question of a definite distribution of energy between ether and matter. For the wider the range of oscillation numbers of the resonators is chosen, the greater the radiation energy of the space becomes, and in the limit we obtain Spectral energy densityFrequency of the lightGas constantAvogadro's numberSpeed of lightTemperature of the radiationExplain this equation
Deutsch
[p. 136]§ 2. Über die Plancksche Bestimmung der Elementarquanta.
English
§ 2. On Planck’s determination of the elementary quanta.
Deutsch
[p. 136]Wir wollen im folgenden zeigen, daß die von Hrn. Planck gegebene Bestimmung der Elementarquanta von der von ihm aufgestellten Theorie der „schwarzen Strahlung“ bis zu einem gewissen Grade unabhängig ist.
English
We shall show in what follows that the determination of the elementary quanta given by Mr. Planck is, to a certain extent, independent of the theory of “black radiation” he set up.
Deutsch
[pp. 136–137]Die allen bisherigen Erfahrungen genügende Plancksche Formel[1)] für lautetSpectral energy densitySpectral constant AFrequency of the lightSpectral constant BTemperature of the radiationExplain this equation wobeiSpectral constant AExplain this equationSpectral constant BExplain this equation Für große Werte von , d. h. für große Wellenlängen und Strahlungsdichten geht diese Formel in der Grenze in folgende über:Spectral energy densitySpectral constant ASpectral constant BFrequency of the lightTemperature of the radiationExplain this equation Man erkennt, daß diese Formel mit der in § 1 aus der Maxwellschen und der Elektronentheorie entwickelten übereinstimmt. Durch Gleichsetzung der Koeffizienten beider Formeln erhält man:Gas constantAvogadro's numberSpeed of lightSpectral constant ASpectral constant BExplain this equation oderAvogadro's numberSpectral constant BSpectral constant AGas constantSpeed of lightExplain this equation d. h. ein Atom Wasserstoff wiegt Gramm g. Dies ist genau der von Hrn. Planck gefundene Wert, welcher mit den auf anderen Wegen gefundenen Werten für diese Größe befriedigend übereinstimmt.
English
Planck’s formula[1)] for , which satisfies all experience so far, reads Spectral energy densitySpectral constant AFrequency of the lightSpectral constant BTemperature of the radiationExplain this equation where Spectral constant AExplain this equation Spectral constant BExplain this equation For large values of , i.e., for large wavelengths and radiation densities, this formula goes over in the limit into the following: Spectral energy densitySpectral constant ASpectral constant BFrequency of the lightTemperature of the radiationExplain this equation One sees that this formula agrees with the one developed in § 1 from Maxwell’s theory and the electron theory. By equating the coefficients of the two formulas one obtains: Gas constantAvogadro's numberSpeed of lightSpectral constant ASpectral constant BExplain this equation or Avogadro's numberSpectral constant BSpectral constant AGas constantSpeed of lightExplain this equation i.e., an atom of hydrogen weighs grams g. This is exactly the value found by Mr. Planck, which agrees satisfactorily with the values for this quantity found by other means.
Deutsch
[p. 137]Wir gelangen daher zu dem Schlusse: Je größer die Energiedichte und die Wellenlänge einer Strahlung ist, als um so brauchbarer erweisen sich die von uns benutzten theoretischen Grundlagen; für kleine Wellenlängen und kleine Strahlungsdichten aber versagen dieselben vollständig.
English
We therefore arrive at the conclusion: the greater the energy density and the wavelength of a radiation, the more useful do the theoretical foundations we have used prove to be; for small wavelengths and small radiation densities, however, they fail completely.
Deutsch
[p. 137]Im folgenden soll die „schwarze Strahlung“ im Anschluß an die Erfahrung ohne Zugrundelegung eines Bildes über die Erzeugung und Ausbreitung der Strahlung betrachtet werden.
English
In what follows, “black radiation” will be considered in connection with experience, without taking as a basis any picture of the generation and propagation of the radiation.
Deutsch
[p. 137]§ 3. Über die Entropie der Strahlung.
English
§ 3. On the entropy of radiation.
Deutsch
[p. 137]Die folgende Betrachtung ist in einer berühmten Arbeit des Hrn. W. Wien enthalten und soll hier nur der Vollständigkeit halber Platz finden.
English
The following consideration is contained in a famous paper by Mr. W. Wien and is given a place here only for the sake of completeness.
Deutsch
[pp. 137–138]Es liege eine Strahlung vor, welche das Volumen einnehme. Wir nehmen an, daß die wahrnehmbaren Eigenschaften der vorliegenden Strahlung vollkommen bestimmt seien, wenn die Strahlungsdichte für alle Frequenzen gegeben ist.[1)] Da Strahlungen von verschiedenen Frequenzen als ohne Arbeitsleistung und ohne Wärmezufuhr voneinander trennbar anzusehen sind, so ist die Entropie der Strahlung in der FormRadiation entropyVolumeSpectral entropy densitySpectral energy densityFrequency of the lightExplain this equation darstellbar, wobei eine Funktion der Variabeln und bedeutet. Es kann auf eine Funktion von nur einer Variabeln reduziert werden durch Formulierung der Aussage, daß durch adiabatische Kompression einer Strahlung zwischen spiegelnden Wänden, deren Entropie nicht geändert wird. Wir wollen jedoch hierauf nicht eintreten, sondern sogleich untersuchen, wie die Funktion aus dem Strahlungsgesetz des schwarzen Körpers ermittelt werden kann.
English
Let there be given a radiation that occupies the volume . We assume that the perceptible properties of the radiation in question are completely determined when the radiation density is given for all frequencies.[1)] Since radiations of different frequencies are to be regarded as separable from one another without the performance of work and without the supply of heat, the entropy of the radiation can be represented in the form Radiation entropyVolumeSpectral entropy densitySpectral energy densityFrequency of the lightExplain this equation where denotes a function of the variables and . can be reduced to a function of only one variable by formulating the statement that the entropy of a radiation is not changed by its adiabatic compression between reflecting walls. We shall not go into this, however, but shall at once investigate how the function can be determined from the radiation law of the black body.
Deutsch
[p. 138]Bei der „schwarzen Strahlung“ ist eine solche Funktion von , daß die Entropie bei gegebener Energie ein Maximum ist, d. h. daßSpectral entropy densitySpectral energy densityFrequency of the lightExplain this equation wennSpectral energy densityFrequency of the lightExplain this equation Hieraus folgt, daß für jede Wahl des als Funktion von Spectral entropy densitySpectral energy densityLagrange multiplierFrequency of the lightExplain this equation wobei von unabhängig ist. Bei der schwarzen Strahlung ist also von unabhängig.
English
In “black radiation”, is such a function of that the entropy is a maximum for a given energy, i.e., that Spectral entropy densitySpectral energy densityFrequency of the lightExplain this equation if Spectral energy densityFrequency of the lightExplain this equation From this it follows that for every choice of as a function of Spectral entropy densitySpectral energy densityLagrange multiplierFrequency of the lightExplain this equation where is independent of . In black radiation, therefore, is independent of .
Deutsch
[pp. 138–139]Für die Temperaturzunahme einer schwarzen Strahlung vom Volumen um gilt die Gleichung:Radiation entropyFrequency of the lightSpectral entropy densitySpectral energy densityExplain this equation oder, da von unabhängig ist:Radiation entropySpectral entropy densitySpectral energy densityRadiation energy in the bandExplain this equation Da gleich der zugeführten Wärme und der Vorgang umkehrbar ist, so gilt auch:Radiation entropyTemperature of the radiationRadiation energy in the bandExplain this equation Durch Vergleich erhält man:Spectral entropy densitySpectral energy densityTemperature of the radiationExplain this equation Dies ist das Gesetz der schwarzen Strahlung. Man kann also aus der Funktion das Gesetz der schwarzen Strahlung und umgekehrt aus letzterem die Funktion durch Integration bestimmen mit Rücksicht darauf, daß für verschwindet.
English
For the increase in temperature of a black radiation of volume by , the following equation holds: Radiation entropyFrequency of the lightSpectral entropy densitySpectral energy densityExplain this equation or, since is independent of : Radiation entropySpectral entropy densitySpectral energy densityRadiation energy in the bandExplain this equation Since is equal to the heat supplied and the process is reversible, we also have: Radiation entropyTemperature of the radiationRadiation energy in the bandExplain this equation By comparison one obtains: Spectral entropy densitySpectral energy densityTemperature of the radiationExplain this equation This is the law of black radiation. One can therefore determine the law of black radiation from the function and, conversely, the function from the latter by integration, bearing in mind that vanishes for .
Deutsch
[p. 139]§ 4. Grenzgesetz für die Entropie der monochromatischen Strahlung bei geringer Strahlungsdichte.
English
§ 4. Limiting law for the entropy of monochromatic radiation at low radiation density.
Deutsch
[p. 139]Aus den bisherigen Beobachtungen über die „schwarze Strahlung“ geht zwar hervor, daß das ursprünglich von Hrn. W. Wien für die „schwarze Strahlung“ aufgestellte GesetzSpectral energy densitySpectral constant AFrequency of the lightSpectral constant BTemperature of the radiationExplain this equation nicht genau gültig ist. Dasselbe wurde aber für große Werte von sehr vollkommen durch das Experiment bestätigt. Wir legen diese Formel unseren Rechnungen zugrunde, behalten aber im Sinne, daß unsere Resultate nur innerhalb gewisser Grenzen gelten.
English
It does follow, to be sure, from the observations of “black radiation” so far that the law originally set up by Mr. W. Wien for “black radiation” Spectral energy densitySpectral constant AFrequency of the lightSpectral constant BTemperature of the radiationExplain this equation is not exactly valid. But for large values of it has been confirmed very completely by experiment. We take this formula as the basis of our calculations, but bear in mind that our results hold only within certain limits.
Deutsch
[p. 139]Aus dieser Formel ergibt sich zunächst:Temperature of the radiationSpectral constant BFrequency of the lightSpectral energy densitySpectral constant AExplain this equation und weiter unter Benutzung der in dem vorigen Paragraphen gefundenen Beziehung:Spectral entropy densitySpectral energy densityFrequency of the lightSpectral constant BSpectral constant AExplain this equation Es sei nun eine Strahlung von der Energie gegeben, deren Frequenz zwischen und liegt. Die Strahlung nehme das Volumen ein. Die Entropie dieser Strahlung ist:Radiation entropyVolumeSpectral entropy densitySpectral energy densityFrequency of the lightRadiation energy in the bandSpectral constant BSpectral constant AExplain this equation Beschränken wir uns darauf, die Abhängigkeit der Entropie von dem von der Strahlung eingenommenen Volumen zu untersuchen, und bezeichnen wir die Entropie der Strahlung mit , falls dieselbe das Volumen besitzt, so erhalten wir:Radiation entropyRadiation entropyRadiation energy in the bandSpectral constant BFrequency of the lightVolumeVolumeExplain this equation
English
From this formula there follows first: Temperature of the radiationSpectral constant BFrequency of the lightSpectral energy densitySpectral constant AExplain this equation and further, using the relation found in the preceding section: Spectral entropy densitySpectral energy densityFrequency of the lightSpectral constant BSpectral constant AExplain this equation Now let there be given a radiation of energy whose frequency lies between and . Let the radiation occupy the volume . The entropy of this radiation is: Radiation entropyVolumeSpectral entropy densitySpectral energy densityFrequency of the lightRadiation energy in the bandSpectral constant BSpectral constant AExplain this equation If we confine ourselves to investigating the dependence of the entropy on the volume occupied by the radiation, and denote by the entropy of the radiation when it has the volume , we obtain: Radiation entropyRadiation entropyRadiation energy in the bandSpectral constant BFrequency of the lightVolumeVolumeExplain this equation
Deutsch
[pp. 139–140]Diese Gleichung zeigt, daß die Entropie einer monochromatischen Strahlung von genügend kleiner Dichte nach dem gleichen Gesetze mit dem Volumen variiert wie die Entropie eines idealen Gases oder die einer verdünnten Lösung. Die soeben gefundene Gleichung soll im folgenden interpretiert werden unter Zugrundelegung des von Hrn. Boltzmann in die Physik eingeführten Prinzips, nach welchem die Entropie eines Systems eine Funktion der Wahrscheinlichkeit seines Zustandes ist.
English
This equation shows that the entropy of a monochromatic radiation of sufficiently small density varies with the volume according to the same law as the entropy of an ideal gas or that of a dilute solution. The equation just found will be interpreted in what follows on the basis of the principle introduced into physics by Mr. Boltzmann, according to which the entropy of a system is a function of the probability of its state.
Deutsch
[p. 140]§ 5. Molekulartheoretische Untersuchung der Abhängigkeit der Entropie von Gasen und verdünnten Lösungen vom Volumen.
English
§ 5. Molecular-theoretical investigation of the dependence of the entropy of gases and dilute solutions on the volume.
Deutsch
[p. 140]Bei Berechnung der Entropie auf molekulartheoretischem Wege wird häufig das Wort „Wahrscheinlichkeit“ in einer Bedeutung angewendet, die sich nicht mit der Definition der Wahrscheinlichkeit deckt, wie sie in der Wahrscheinlichkeitsrechnung gegeben wird. Insbesondere werden die „Fälle gleicher Wahrscheinlichkeit“ häufig hypothetisch festgesetzt in Fällen, wo die angewendeten theoretischen Bilder bestimmt genug sind, um statt jener hypothetischen Festsetzung eine Deduktion zu geben. Ich will in einer besonderen Arbeit zeigen, daß man bei Betrachtungen über thermische Vorgänge mit der sogenannten „statistischen Wahrscheinlichkeit“ vollkommen auskommt und hoffe dadurch eine logische Schwierigkeit zu beseitigen, welche der Durchführung des Boltzmannschen Prinzips noch im Wege steht. Hier aber soll nur dessen allgemeine Formulierung und dessen Anwendung auf ganz spezielle Fälle gegeben werden.
English
In calculating entropy by molecular-theoretical methods, the word “probability” is often used in a sense that does not coincide with the definition of probability as it is given in the calculus of probabilities. In particular, the “cases of equal probability” are often fixed hypothetically in cases where the theoretical pictures used are definite enough to give a deduction in place of that hypothetical stipulation. I shall show in a separate paper that in considerations of thermal processes one manages completely with the so-called “statistical probability”, and I hope thereby to remove a logical difficulty that still stands in the way of carrying through Boltzmann’s principle. Here, however, only its general formulation and its application to quite special cases will be given.
Deutsch
[pp. 140–141]Wenn es einen Sinn hat, von der Wahrscheinlichkeit eines Zustandes eines Systems zu reden, wenn ferner jede Entropiezunahme als ein Übergang zu einem wahrscheinlicheren Zustande aufgefaßt werden kann, so ist die Entropie eines Systems eine Funktion der Wahrscheinlichkeit seines momentanen Zustandes. Liegen also zwei nicht miteinander in Wechselwirkung stehende Systeme und vor, so kann man setzen:EntropyEntropyProbability of the configurationEntropyEntropyProbability of the configurationExplain this equation Betrachtet man diese beiden Systeme als ein einziges System von der Entropie und der Wahrscheinlichkeit , so ist:EntropyEntropyEntropyEntropyProbability of the configurationExplain this equation undProbability of the configurationProbability of the configurationProbability of the configurationExplain this equation Die letztere Beziehung sagt aus, daß die Zustände der beiden Systeme voneinander unabhängige Ereignisse sind.
English
If it makes sense to speak of the probability of a state of a system, and if, further, every increase in entropy can be conceived as a transition to a more probable state, then the entropy of a system is a function of the probability of its momentary state. If, therefore, two systems and are given that do not interact with each other, one can set: EntropyEntropyProbability of the configurationEntropyEntropyProbability of the configurationExplain this equation If one regards these two systems as a single system of entropy and probability , then we have: EntropyEntropyEntropyEntropyProbability of the configurationExplain this equation and Probability of the configurationProbability of the configurationProbability of the configurationExplain this equation The latter relation says that the states of the two systems are events independent of each other.
Deutsch
[p. 141]Aus diesen Gleichungen folgt:EntropyProbability of the configurationProbability of the configurationEntropyEntropyExplain this equation und hieraus endlichEntropyProbability of the configurationUniversal entropy constantEntropyProbability of the configurationEntropyProbability of the configurationExplain this equation Die Größe ist also eine universelle Konstante; sie hat, wie aus der kinetischen Gastheorie folgt, den Wert , wobei den Konstanten und dieselbe Bedeutung wie oben beizulegen ist. Bedeutet die Entropie bei einem gewissen Anfangszustande eines betrachteten Systems und die relative Wahrscheinlichkeit eines Zustandes von der Entropie , so erhalten wir also allgemein:EntropyEntropyGas constantAvogadro's numberProbability of the configurationExplain this equation
English
From these equations it follows: EntropyProbability of the configurationProbability of the configurationEntropyEntropyExplain this equation and from this, finally, EntropyProbability of the configurationUniversal entropy constantEntropyProbability of the configurationEntropyProbability of the configurationExplain this equation The quantity is therefore a universal constant; as follows from the kinetic theory of gases, it has the value , where the constants and are to be given the same meaning as above. If denotes the entropy in a certain initial state of a system under consideration and the relative probability of a state of entropy , we thus obtain in general: EntropyEntropyGas constantAvogadro's numberProbability of the configurationExplain this equation
Deutsch
[p. 141]Wir behandeln zunächst folgenden Spezialfall. In einem Volumen sei eine Anzahl beweglicher Punkte (z. B. Moleküle) vorhanden, auf welche sich unsere Überlegung beziehen soll. Außer diesen können in dem Raume noch beliebig viele andere bewegliche Punkte irgendwelcher Art vorhanden sein. Über das Gesetz, nach dem sich die betrachteten Punkte in dem Raume bewegen, sei nichts vorausgesetzt, als daß in bezug auf diese Bewegung kein Raumteil (und keine Richtung) von den anderen ausgezeichnet sei. Die Anzahl der betrachteten (ersterwähnten) beweglichen Punkte sei ferner so klein, daß von einer Wirkung der Punkte aufeinander abgesehen werden kann.
English
We first treat the following special case. In a volume let there be a number of movable points (e.g., molecules) to which our consideration is to refer. Besides these, arbitrarily many other movable points of any kind may be present in the space. About the law by which the points under consideration move in the space, nothing is presupposed except that, with respect to this motion, no part of the space (and no direction) is distinguished from the others. Further, let the number of the (first-mentioned) movable points under consideration be so small that any action of the points on one another can be disregarded.
Deutsch
[p. 141]Dem betrachteten System, welches z. B. ein ideales Gas oder eine verdünnte Lösung sein kann, kommt eine gewisse Entropie zu. Wir denken uns einen Teil des Volumens von der Größe und alle beweglichen Punkte in das Volumen versetzt, ohne daß an dem System sonst etwas geändert wird. Diesem Zustand kommt offenbar ein anderer Wert der Entropie zu, und wir wollen nun die Entropiedifferenz mit Hilfe des Boltzmannschen Prinzips bestimmen.
English
The system under consideration, which may be, e.g., an ideal gas or a dilute solution, has a certain entropy . We imagine a part of the volume of size , and all movable points transferred into the volume , without anything else in the system being changed. To this state there evidently belongs a different value of the entropy , and we now want to determine the difference in entropy with the help of Boltzmann’s principle.
Deutsch
[p. 142]Wir fragen: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit des letzterwähnten Zustandes relativ zum ursprünglichen? Oder: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß sich in einem zufällig herausgegriffenen Zeitmoment alle in einem gegebenen Volumen unabhängig voneinander beweglichen Punkte (zufällig) in dem Volumen befinden?
English
We ask: How large is the probability of the last-mentioned state relative to the original one? Or: How large is the probability that at a randomly chosen instant of time all points movable independently of one another in a given volume are (by chance) in the volume ?
Deutsch
[p. 142]Für diese Wahrscheinlichkeit, welche eine „statistische Wahrscheinlichkeit“ ist, erhält man offenbar den Wert:Probability of the configurationVolumeVolumeNumber of independent pointsExplain this equation man erhält hieraus durch Anwendung des Boltzmannschen Prinzipes:EntropyEntropyGas constantNumber of independent pointsAvogadro's numberVolumeVolumeExplain this equation
English
For this probability, which is a “statistical probability”, one evidently obtains the value: Probability of the configurationVolumeVolumeNumber of independent pointsExplain this equation from this one obtains, by applying Boltzmann’s principle: EntropyEntropyGas constantNumber of independent pointsAvogadro's numberVolumeVolumeExplain this equation
Deutsch
[p. 142]Es ist bemerkenswert, daß man zur Herleitung dieser Gleichung, aus welcher das Boyle-Gay-Lussacsche Gesetz und das gleichlautende Gesetz des osmotischen Druckes leicht thermodynamisch ableiten kann[1)]; keine Voraussetzung über das Gesetz zu machen braucht, nachdem sich die Moleküle bewegen.
English
It is remarkable that in deriving this equation, from which the Boyle-Gay-Lussac law and the law of the same form for osmotic pressure can easily be derived thermodynamically[1)]; one need make no assumption about the law according to which the molecules move.
Deutsch
[p. 142]§ 6. Interpretation des Ausdruckes für die Abhängigkeit der Entropie der monochromatischen Strahlung vom Volumen nach dem Boltzmannschen Prinzip.
English
§ 6. Interpretation of the expression for the dependence of the entropy of monochromatic radiation on the volume according to Boltzmann’s principle.
Deutsch
[pp. 142–143]Wir haben in § 4 für die Abhängigkeit der Entropie der monochromatischen Strahlung vom Volumen den Ausdruck gefunden:Radiation entropyRadiation entropyRadiation energy in the bandSpectral constant BFrequency of the lightVolumeVolumeExplain this equation Schreibt man diese Formel in der Gestalt:Radiation entropyRadiation entropyGas constantAvogadro's numberVolumeVolumeRadiation energy in the bandSpectral constant BFrequency of the lightExplain this equation und vergleicht man sie mit der allgemeinen, das Boltzmannsche Prinzip ausdrückenden FormelRadiation entropyRadiation entropyGas constantAvogadro's numberProbability of the configurationExplain this equation so gelangt man zu folgendem Schluß:
English
In § 4 we found for the dependence of the entropy of monochromatic radiation on the volume the expression: Radiation entropyRadiation entropyRadiation energy in the bandSpectral constant BFrequency of the lightVolumeVolumeExplain this equation If one writes this formula in the form: Radiation entropyRadiation entropyGas constantAvogadro's numberVolumeVolumeRadiation energy in the bandSpectral constant BFrequency of the lightExplain this equation and compares it with the general formula expressing Boltzmann’s principle Radiation entropyRadiation entropyGas constantAvogadro's numberProbability of the configurationExplain this equation one arrives at the following conclusion:
Deutsch
[p. 143]Ist monochromatische Strahlung von der Frequenz und der Energie in das Volumen (durch spiegelnde Wände) eingeschlossen, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß sich in einem beliebig herausgegriffenen Zeitmoment die ganze Strahlungsenergie in dem Teilvolumen des Volumens befindet:Probability of the configurationVolumeVolumeAvogadro's numberGas constantRadiation energy in the bandSpectral constant BFrequency of the lightExplain this equation
English
If monochromatic radiation of frequency and energy is enclosed in the volume (by reflecting walls), the probability that at an arbitrarily chosen instant of time the whole radiation energy is in the partial volume of the volume is: Probability of the configurationVolumeVolumeAvogadro's numberGas constantRadiation energy in the bandSpectral constant BFrequency of the lightExplain this equation
Deutsch
[p. 143]Hieraus schließen wir weiter:
English
From this we further conclude:
Deutsch
[p. 143]Monochromatische Strahlung von geringer Dichte (innerhalb des Gültigkeitsbereiches der Wienschen Strahlungsformel) verhält sich in wärmetheoretischer Beziehung so, wie wenn sie aus voneinander unabhängigen Energiequanten von der Größe bestünde.
English
Monochromatic radiation of low density (within the range of validity of Wien’s radiation formula) behaves in thermal respects as if it consisted of mutually independent energy quanta of magnitude .
Deutsch
[p. 143]Wir wollen noch die mittlere Größe der Energiequanten der „schwarzen Strahlung“ mit der mittleren lebendigen Kraft der Schwerpunktsbewegung eines Moleküls bei der nämlichen Temperatur vergleichen. Letztere ist , während man für die mittlere Größe des Energiequantums unter Zugrundelegung der Wienschen Formel erhält:Spectral constant AFrequency of the lightSpectral constant BTemperature of the radiationAvogadro's numberGas constantExplain this equation
English
We shall also compare the mean magnitude of the energy quanta of “black radiation” with the mean vis viva of the center-of-mass motion of a molecule at the same temperature. The latter is , while for the mean magnitude of the energy quantum one obtains, on the basis of Wien’s formula: Spectral constant AFrequency of the lightSpectral constant BTemperature of the radiationAvogadro's numberGas constantExplain this equation
Deutsch
[pp. 143–144]Wenn sich nun monochromatische Strahlung (von hinreichend kleiner Dichte) bezüglich der Abhängigkeit der Entropie vom Volumen wie ein diskontinuierliches Medium verhält, welches aus Energiequanten von der Größe besteht, so liegt es nahe, zu untersuchen, ob auch die Gesetze der Erzeugung und Verwandlung des Lichtes so beschaffen sind, wie wenn das Licht aus derartigen Energiequanten bestünde. Mit dieser Frage wollen wir uns im folgenden beschäftigen.
English
If, now, monochromatic radiation (of sufficiently small density) behaves, as regards the dependence of the entropy on the volume, like a discontinuous medium consisting of energy quanta of magnitude , it is natural to investigate whether the laws of the generation and transformation of light are also such as they would be if light consisted of energy quanta of this kind. We shall occupy ourselves with this question in what follows.
Deutsch
[p. 144]§ 7. Über die Stokessche Regel.
English
§ 7. On Stokes’s rule.
Deutsch
[p. 144]Es werde monochromatisches Licht durch Photolumineszenz in Licht anderer Frequenz verwandelt und gemäß dem eben erlangten Resultat angenommen, daß sowohl das erzeugende wie das erzeugte Licht aus Energiequanten von der Größe bestehe, wobei die betreffende Frequenz bedeutet. Der Verwandlungsprozeß wird dann folgendermaßen zu deuten sein. Jedes erzeugende Energiequant von der Frequenz wird absorbiert und gibt — wenigstens bei genügend kleiner Verteilungsdichte der erzeugenden Energiequanten — für sich allein Anlaß zur Entstehung eines Lichtquants von der Frequenz ; eventuell können bei der Absorption des erzeugenden Lichtquants auch gleichzeitig Lichtquanten von den Frequenzen , etc. sowie Energie anderer Art (z. B. Wärme) entstehen. Unter Vermittelung von was für Zwischenprozessen dies Endresultat zustande kommt, ist gleichgültig. Wenn die photolumineszierende Substanz nicht als eine beständige Quelle von Energie anzusehen ist, so kann nach dem Energieprinzip die Energie eines erzeugten Energiequants nicht größer sein als die eines erzeugenden Lichtquants; es muß also die Bezeichnung gelten:Gas constantAvogadro's numberSpectral constant BFrequency of the emitted lightFrequency of the absorbed lightExplain this equation oderFrequency of the emitted lightFrequency of the absorbed lightExplain this equation Dies ist die bekannte Stokessche Regel.
English
Let monochromatic light be transformed by photoluminescence into light of a different frequency, and, in accordance with the result just obtained, let it be assumed that both the generating and the generated light consist of energy quanta of magnitude , where denotes the frequency in question. The transformation process is then to be interpreted as follows. Each generating energy quantum of frequency is absorbed and — at least when the distribution density of the generating energy quanta is sufficiently small — by itself alone gives rise to the production of a light quantum of frequency ; possibly, in the absorption of the generating light quantum, light quanta of frequencies , , etc., as well as energy of other kinds (e.g., heat) may also arise at the same time. Through what intermediate processes this final result comes about is immaterial. If the photoluminescent substance is not to be regarded as a permanent source of energy, then by the energy principle the energy of a generated energy quantum cannot be greater than that of a generating light quantum; the following relation must therefore hold: Gas constantAvogadro's numberSpectral constant BFrequency of the emitted lightFrequency of the absorbed lightExplain this equation or Frequency of the emitted lightFrequency of the absorbed lightExplain this equation This is Stokes’s well-known rule.
Deutsch
[p. 144]Besonders hervorzuheben ist, daß bei schwacher Belichtung die erzeugte Lichtmenge der erregenden unter sonst gleichen Umständen nach unserer Auffassung der erregenden Lichtstärke proportional sein muß, da jedes erregende Energiequant einen Elementarprozeß von der oben angedeuteten Art verursachen wird, unabhängig von der Wirkung der anderen erregenden Energiequanten. Insbesondere wird es keine untere Grenze für die Intensität des erregenden Lichtes geben, unterhalb welcher das Licht unfähig wäre, lichterregend zu wirken.
English
It is especially to be emphasized that with weak illumination, other circumstances being equal, the quantity of light generated must according to our conception be proportional to the intensity of the exciting light, since each exciting energy quantum will cause an elementary process of the kind indicated above, independently of the action of the other exciting energy quanta. In particular, there will be no lower limit for the intensity of the exciting light below which the light would be incapable of exciting light.
Deutsch
[p. 145]Abweichungen von der Stokesschen Regel sind nach der dargelegten Auffassung der Phänomene in folgenden Fällen denkbar:
1. wenn die Anzahl der gleichzeitig in Umwandlung begriffenen Energiequanten pro Volumeneinheit so groß ist, daß ein Energiequant des erzeugten Lichtes seine Energie von mehreren erzeugenden Energiequanten erhalten kann;
2. wenn das erzeugende (oder erzeugte) Licht nicht von derjenigen energetischen Beschaffenheit ist, die einer „schwarzen Strahlung“ aus dem Gültigkeitsbereich des Wienschen Gesetzes zukommt, wenn also z. B. das erregende Licht von einem Körper so hoher Temperatur erzeugt ist, daß für die in Betracht kommende Wellenlänge das Wiensche Gesetz nicht mehr gilt.
English
According to the conception of the phenomena set forth here, deviations from Stokes’s rule are conceivable in the following cases:
1. when the number of energy quanta per unit volume simultaneously undergoing transformation is so large that an energy quantum of the generated light can receive its energy from several generating energy quanta;
2. when the generating (or generated) light does not have the energetic character belonging to a “black radiation” within the range of validity of Wien’s law, that is, when, e.g., the exciting light is produced by a body of so high a temperature that Wien’s law no longer holds for the wavelength in question.
Deutsch
[p. 145]Die letztgenannte Möglichkeit verdient besonderes Interesse. Nach der entwickelten Auffassung ist es nämlich nicht ausgeschlossen, daß eine „nicht Wiensche Strahlung“ auch in großer Verdünnung sich in energetischer Beziehung anders verhält als eine „schwarze Strahlung“ aus dem Gültigkeitsbereich des Wienschen Gesetzes.
English
The last-mentioned possibility deserves particular interest. For according to the conception developed here it is not ruled out that a “non-Wien radiation”, even at great dilution, behaves energetically differently from a “black radiation” within the range of validity of Wien’s law.
Deutsch
[p. 145]§ 8. Über die Erzeugung von Kathodenstrahlen durch Belichtung fester Körper.
English
§ 8. On the production of cathode rays by the illumination of solid bodies.
Deutsch
English
The usual conception, that the energy of light is distributed continuously over the space through which it passes, meets with especially great difficulties in the attempt to explain the photoelectric phenomena, difficulties which have been set out in a path-breaking paper by Mr. Lenard.[1)]
Deutsch
[pp. 145–146]Nach der Auffassung, daß das erregende Licht aus Energiequanten von der Energie bestehe, läßt sich die Erzeugung von Kathodenstrahlen durch Licht folgendermaßen auffassen. In die oberflächliche Schicht des Körpers dringen Energiequanten ein, und deren Energie verwandelt sich wenigstens zum Teil in kinetische Energie von Elektronen. Die einfachste Vorstellung ist die, daß ein Lichtquant seine ganze Energie an ein einziges Elektron abgibt; wir wollen annehmen, daß dies vorkomme. Es soll jedoch nicht ausgeschlossen sein, daß Elektronen die Energie von Lichtquanten nur teilweise aufnehmen. Ein im Innern des Körpers mit kinetischer Energie versehenes Elektron wird, wenn es die Oberfläche erreicht hat, einen Teil seiner kinetischen Energie eingebüßt haben. Außerdem wird anzunehmen sein, daß jedes Elektron beim Verlassen des Körpers eine (für den Körper charakteristische) Arbeit zu leisten hat, wenn es den Körper verläßt. Mit der größten Normalgeschwindigkeit werden die unmittelbar an der Oberfläche normal zu dieser erregten Elektronen den Körper verlassen. Die kinetische Energie solcher Elektronen istGas constantAvogadro's numberSpectral constant BFrequency of the lightEscape workExplain this equation
English
On the conception that the exciting light consists of energy quanta of energy , the production of cathode rays by light can be conceived as follows. Energy quanta penetrate into the surface layer of the body, and their energy is transformed, at least in part, into kinetic energy of electrons. The simplest picture is that a light quantum gives up its entire energy to a single electron; we shall assume that this occurs. It is not to be excluded, however, that electrons take up the energy of light quanta only in part. An electron provided with kinetic energy in the interior of the body will have lost part of its kinetic energy by the time it has reached the surface. Furthermore, it is to be assumed that in leaving the body each electron has to perform an amount of work (characteristic of the body) when it leaves the body. The electrons excited directly at the surface and normal to it will leave the body with the greatest normal velocity. The kinetic energy of such electrons is Gas constantAvogadro's numberSpectral constant BFrequency of the lightEscape workExplain this equation
Deutsch
[p. 146]Ist der Körper zum positiven Potential geladen und von Leitern vom Potential Null umgeben und ist eben imstande, einen Elektrizitätsverlust des Körpers zu verhindern, so muß sein:Stopping potentialCharge of one electronGas constantAvogadro's numberSpectral constant BFrequency of the lightEscape workExplain this equation wobei die elektrische Masse des Elektrons bedeutet, oderStopping potentialGram-equivalent chargeGas constantSpectral constant BFrequency of the lightWork function per gram-equivalentExplain this equation wobei die Ladung eines Grammäquivalentes eines einwertigen Ions und das Potential dieser Menge negativer Elektrizität in bezug auf den Körper bedeutet.[1)]
English
If the body is charged to the positive potential and surrounded by conductors at zero potential, and if is just able to prevent a loss of electricity from the body, then we must have: Stopping potentialCharge of one electronGas constantAvogadro's numberSpectral constant BFrequency of the lightEscape workExplain this equation where denotes the electric mass of the electron, or Stopping potentialGram-equivalent chargeGas constantSpectral constant BFrequency of the lightWork function per gram-equivalentExplain this equation where denotes the charge of one gram-equivalent of a univalent ion and the potential of this quantity of negative electricity with respect to the body.[1)]
Deutsch
[p. 146]Setzt man , so ist das Potential in Volts, welches der Körper bei Bestrahlung im Vakuum annimmt.
English
If one sets , then is the potential in volts that the body assumes when irradiated in vacuum.
Deutsch
[p. 146]Um zunächst zu sehen, ob die abgeleitete Beziehung der Größenordnung nach mit der Erfahrung übereinstimmt, setzen wir , (entsprechend der Grenze des Sonnenspektrums nach dem Ultraviolett hin) und . Wir erhalten Volt, welches Resultat der Größenordnung nach mit den Resultaten von Hrn. Lenard übereinstimmt.[2)]
English
In order to see first whether the relation derived agrees with experience as to order of magnitude, we set , (corresponding to the limit of the solar spectrum toward the ultraviolet) and . We obtain volts, a result that agrees in order of magnitude with Mr. Lenard’s results.[2)]
Deutsch
[p. 146]Ist die abgeleitete Formel richtig, so muß , als Funktion der Frequenz des erregenden Lichtes in kartesischen Koordinaten dargestellt, eine Gerade sein, deren Neigung von der Natur der untersuchten Substanz unabhängig ist.
English
If the formula derived is correct, then , represented in Cartesian coordinates as a function of the frequency of the exciting light, must be a straight line whose slope is independent of the nature of the substance investigated.
Deutsch
[p. 147]Mit den von Hrn. Lenard beobachteten Eigenschaften der lichtelektrischen Wirkung steht unsere Auffassung, soweit ich sehe, nicht im Widerspruch. Wenn jedes Energiequant des erregenden Lichtes unabhängig von allen übrigen seine Energie an Elektronen abgibt, so wird die Geschwindigkeitsverteilung der Elektronen, d. h. die Qualität der erzeugten Kathodenstrahlung von der Intensität des erregenden Lichtes unabhängig sein; andererseits wird die Anzahl der den Körper verlassenden Elektronen der Intensität des erregenden Lichtes unter sonst gleichen Umständen proportional sein.[1)]
English
So far as I can see, our conception does not stand in contradiction to the properties of the photoelectric effect observed by Mr. Lenard. If each energy quantum of the exciting light gives up its energy to electrons independently of all the others, then the velocity distribution of the electrons, i.e., the quality of the cathode radiation produced, will be independent of the intensity of the exciting light; on the other hand, the number of electrons leaving the body will, other circumstances being equal, be proportional to the intensity of the exciting light.[1)]
Deutsch
[p. 147]Über die mutmaßlichen Gültigkeitsgrenzen der erwähnten Gesetzmäßigkeiten wären ähnliche Bemerkungen zu machen wie bezüglich der mutmaßlichen Abweichungen von der Stokesschen Regel.
English
About the presumable limits of validity of the regularities mentioned, remarks would have to be made similar to those about the presumable deviations from Stokes’s rule.
Deutsch
[p. 147]Im vorstehenden ist angenommen, daß die Energie wenigstens eines Teiles der Energiequanten des erzeugenden Lichtes je an ein einziges Elektron vollständig abgegeben werde. Macht man diese naheliegende Voraussetzung nicht, so erhält man statt obiger Gleichung die folgende:Stopping potentialGram-equivalent chargeWork function per gram-equivalentGas constantSpectral constant BFrequency of the lightExplain this equation
English
In the foregoing it has been assumed that the energy of at least some of the energy quanta of the generating light is given up completely, each to a single electron. If one does not make this natural assumption, one obtains, instead of the above equation, the following:
Deutsch
[p. 147]Für die Kathodenlumineszenz, welche den inversen Vorgang zu dem eben betrachteten bildet, erhält man durch eine der durchgeführten analoge Betrachtung:Stopping potentialGram-equivalent chargeWork function per gram-equivalentGas constantSpectral constant BFrequency of the lightExplain this equation Bei den von Hrn. Lenard untersuchten Substanzen ist stets bedeutend größer als , da die Spannung, welche die Kathodenstrahlen durchlaufen haben müssen, um eben sichtbares Licht erzeugen zu können, in einigen Fällen einige Hundert, in anderen Tausende von Volts beträgt.[2)] Es ist also anzunehmen, daß die kinetische Energie eines Elektrons zur Erzeugung vieler Lichtenergiequanten verwendet wird.
English
For cathode luminescence, which constitutes the inverse process to the one just considered, one obtains by a consideration analogous to the one carried out:
For the substances investigated by Mr. Lenard, is always considerably greater than , since the voltage that the cathode rays must have traversed in order to be able to produce just visible light amounts in some cases to a few hundred, in others to thousands of volts.[2)] It is therefore to be assumed that the kinetic energy of one electron is used for the production of many light energy quanta.
Deutsch
[p. 147]§ 9. Über die Ionisierung der Gase durch ultraviolettes Licht.
English
§ 9. On the ionization of gases by ultraviolet light.
Deutsch
[pp. 147–148]Wir werden anzunehmen haben, daß bei der Ionisierung eines Gases durch ultraviolettes Licht je ein absorbiertes Lichtenergiequant zur Ionisierung je eines Gasmoleküles verwendet wird. Hieraus folgt zunächst, daß die Ionisierungsarbeit (d. h. die zur Ionisierung theoretisch nötige Arbeit) eines Moleküles nicht größer sein kann als die Energie eines absorbierten wirksamen Lichtenergiequantes. Bezeichnet man mit die (theoretische) Ionisierungsarbeit pro Grammäquivalent, so muß also sein:Gas constantSpectral constant BFrequency of the lightIonization work per gram-equivalentExplain this equation Nach Messungen Lenards ist aber die größte wirksame Wellenlänge für Luft ca. cm, alsoGas constantSpectral constant BFrequency of the lightIonization work per gram-equivalentExplain this equation
English
We shall have to assume that in the ionization of a gas by ultraviolet light one absorbed light energy quantum is used for the ionization of one gas molecule. From this it follows first that the ionization work (i.e., the work theoretically necessary for ionization) of a molecule cannot be greater than the energy of an absorbed effective light energy quantum. If one denotes by the (theoretical) ionization work per gram-equivalent, then we must have: Gas constantSpectral constant BFrequency of the lightIonization work per gram-equivalentExplain this equation According to Lenard’s measurements, however, the greatest effective wavelength for air is about cm, hence Gas constantSpectral constant BFrequency of the lightIonization work per gram-equivalentExplain this equation
Deutsch
[p. 148]Eine obere Grenze für die Ionisierungsarbeit gewinnt man auch aus den Ionisierungsspannungen in verdünnten Gasen. Nach J. Stark[1)] ist die kleinste gemessene Ionisierungsspannung (an Platinanoden) für Luft ca. 10 Volt.[2)] Es ergibt sich also für die obere Grenze , welche nahezu gleich der eben gefundenen ist. Es ergibt sich noch eine andere Konsequenz, deren Prüfung durch das Experiment mir von großer Wichtigkeit zu sein scheint. Wenn jedes absorbierte Lichtenergiequant ein Molekül ionisiert, so muß zwischen der absorbierten Lichtmenge und der Anzahl der durch dieselbe ionisierten Grammoleküle die Beziehung bestehen:Ionized gram-moleculesLight energy absorbedGas constantSpectral constant BFrequency of the lightExplain this equation Diese Beziehung muß, wenn unsere Auffassung der Wirklichkeit entspricht, für jedes Gas gelten, welches (bei der betreffenden Frequenz) keine merkliche nicht von Ionisation begleitete Absorption aufweist.
English
An upper limit for the ionization work is also obtained from the ionization voltages in rarefied gases. According to J. Stark[1)] the smallest ionization voltage measured (at platinum anodes) for air is about 10 volts.[2)] For there thus results the upper limit , which is nearly equal to the one just found. There results yet another consequence, whose testing by experiment seems to me to be of great importance. If each absorbed light energy quantum ionizes one molecule, then between the absorbed quantity of light and the number of gram-molecules ionized by it the following relation must hold: Ionized gram-moleculesLight energy absorbedGas constantSpectral constant BFrequency of the lightExplain this equation This relation must, if our conception corresponds to reality, hold for every gas that (at the frequency in question) shows no appreciable absorption unaccompanied by ionization.
Deutsch
English
Bern, 17 March 1905.
Deutsch
English
(Received 18 March 1905.)
Fußnoten
Deutsch
- 1) Diese Annahme ist gleichbedeutend mit der Voraussetzung, daß die mittleren kinetischen Energien von Gasmolekülen und Elektronen bei Temperaturgleichgewicht einander gleich seien. Mit Hilfe letzterer Voraussetzung hat Hr. Drude bekanntlich das Verhältnis von thermischem und elektrischem Leitungsvermögen der Metalle auf theoretischem Wege abgeleitet. ↩
English
Deutsch
- 1) M. Planck, Ann. d. Phys. 1. p. 99. 1900. ↩
English
Deutsch
- 2) Diese Voraussetzung läßt sich folgendermaßen formulieren. Wir entwickeln die -Komponente der elektrischen Kraft in einem beliebigen Punkte des betreffenden Raumes zwischen den Zeitgrenzen und (wobei eine relativ zu allen in Betracht zu ziehenden Schwingungsdauern sehr große Zeit bedeute) in eine Fouriersche ReiheRadiation electric fieldFrequency of the lightFourier amplitudeElapsed timeLong averaging intervalFourier phaseExplain this equation wobei und . Denkt man sich in demselben Raumpunkte eine solche Entwickelung beliebig oft bei zufällig gewählten Anfangspunkten der Zeit ausgeführt, so wird man für die Größen und verschiedene Wertsysteme erhalten. Es existieren dann für die Häufigkeit der verschiedenen Wertekombinationen der Größen und (statistische) Wahrscheinlichkeiten von der Form:Probability of the Fourier valuesFourier amplitudeFourier amplitudeFourier phaseFourier phaseExplain this equation Die Strahlung ist dann eine denkbar ungeordnetste, wennFourier amplitudeFourier amplitudeFourier phaseFourier phaseExplain this equation d. h. wenn die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Wertes einer der Größen bez. von den Werten, welche die anderen Größen bez. besitzen, unabhängig ist. Mit je größerer Annäherung die Bedingung erfüllt ist, daß die einzelnen Paare von Größen und von Emissions- und Absorptionsprozessen besonderer Resonatorengruppen abhängen, mit desto größerer Annäherung wird also in dem von uns betrachteten Falle die Strahlung als eine „denkbar ungeordnetste“ anzusehen sein. ↩
Deutsch
- 1) M. Planck, Ann. d. Phys. 4. p. 561. 1901. ↩
English
Deutsch
- 1) Diese Annahme ist eine willkürliche. Man wird naturgemäß an dieser einfachsten Annahme so lange festhalten, als nicht das Experiment dazu zwingt, sie zu verlassen. ↩
English
Deutsch
- 1) Ist die Energie des Systems, so erhält man:System energyTemperature of the radiationEntropyGas pressureVolumeGas constantNumber of independent pointsAvogadro's numberExplain this equationSo printed. Read: - d(E - T S) = p d v = T d S = R (n/N) T (d v / v). The chain equates three energies and then an entropy. The record in the correction log alsoGas pressureVolumeGas constantNumber of independent pointsAvogadro's numberTemperature of the radiationExplain this equation ↩
Deutsch
- 1) P. Lenard, Ann. d. Phys. 8. p. 169 u. 170. 1902. ↩
English
Deutsch
- 1) Nimmt man an, daß das einzelne Elektron durch das Licht aus einem neutralen Molekül unter Aufwand einer gewissen Arbeit losgelöst werden muß, so hat man an der abgeleiteten Beziehung nichts zu ändern; nur ist dann als Summe von zwei Summanden aufzufassen. ↩
English
Deutsch
- 2) P. Lenard, Ann. d. Phys. 8. p. 165 u. 184. Taf. I, Fig. 2. 1902. ↩
English
Deutsch
- 1) P. Lenard, l. c. p. 150 und p. 166—168. ↩
English
Deutsch
- 2) P. Lenard, Ann. d. Phys. 12. p. 469. 1903. ↩
English
Deutsch
- 1) J. Stark, Die Elektrizität in Gasen p. 57. Leipzig 1902. ↩
English
Deutsch
- 2) Im Gasinnern ist die Ionisierungsspannung für negative Ionen allerdings fünfmal größer. ↩
English